Die schönste Jahreszeit beginnt....

Wenn draussen die Blätter fallen, und es öfters mal neblig und düster ist, sich alle im Haus verkriechen und sich mit Decken einkleiden, dann heisst es für uns, dass die schönste Jahreszeit bevorsteht. Die Viehschauen beginnen wieder.

Nach einem wundervollen Sommer, können wir nun erfreut in die neue Showsaison blicken.

Auch die Braunviehkönigin, sowie die früheren Königinnen und die Kandidatinnen sind wieder für`s Braunvieh unterwegs. Wann und wo finden sie unter der Rubrik "Termine".

Falls sie selbst eine Königin oder eine der Kandidatinnen für einen Termin buchen möchten, so melden sie sich doch bei uns. Wir freuen uns sie an der einen oder anderen Show begrüssen zu können, Wenn es wieder heisst: Braunvieh ist Traumvieh.

 

Andrea Furrer, Braunviehkönigin 2015

Germany: Bianca Traut blickt zurück

Braunviehkönigin Bianca Traut aus Leutkirch blickt auf zwei ereignisreiche Amtsjahre zurück

Bianca Traut ist gewiss keine Prinzessin auf der Erbse, auch wenn Schärpe und Krone der Elektronikerin aus Grund bei Leutkirch, dicht an der Grenze zu Bayern, gut zu Gesicht stehen. Prinzessin ist ohnehin der falsche Ausdruck, schließlich ist die 24-Jährige eine echte Königin. Braunviehkönigin präzise gesagt.

Als solche nimmt sie seit zwei Jahren wöchentlich Termine wahr - keine Zeit also für Empfindlichkeiten. Schnell wird im Gespräch deutlich, dass die Würdenträgerin nicht nur repräsentativen Aufgaben nachkommt. Sachlich, reflektiert und in mancher Hinsicht durchaus kritisch blickt sie auf ihre zweijährige Amtszeit zurück.

Ständig unterwegs

„Ich wollte ein Sprachrohr sein“, antwortet Traut auf die Frage, wie und warum man überhaupt Braunviehkönigin wird. Ein Sprachrohr für Züchter und Vieh im Allgäu, zu dem das Braunvieh einfach gehöre. Die Rasse aus der Schweiz mit Einkreuzung der amerikanischen Brown Swiss bestimmt zusammen mit den rot-weißen Holsteinern und dem braun-weissen Fleckvieh das Bild auf den Allgäuer Weiden. Um auf den besonderen Nutzen des Milch und Fleisch liefernden Braunviehs aufmerksam zu machen und um für alles rund um die Tiere einzustehen, habe sie sich zur Wahl gestellt.

Seit sie diese Wahl Ende 2014 gewonnen hat, ist die Königin ständig in Amt und Würden unterwegs. Etwa 130 Auftritte habe sie in den letzten 21 Monaten absolviert. „28 meiner 30 Urlaubstage habe ich ins Braunvieh investiert“, erzählt die Vielbeschäftigte. Dazu beantwortet sie regelmässig Fanpost, gibt Autogramme und sucht den Dialog zum Thema Landwirtschaft bei Messen und Konferenzen. Das alles ohne Aufwandsentschädigung.

Daneben arbeitet Traut ganz regulär als Elektronikerin in Memmingen. Zeitlich immer wieder ein Spagat, unter dem manch anderes Engagement etwas leidet. Jenes bei der Musikkapelle Hofs zum Beispiel. „Die letzten zwei Jahre war ich nicht mehr so oft bei der Probe“, erzählt die Schlagzeugerin, die auch gerne einmal die Steirische Harmonika in die Hand nimmt, wehmütig. Im Umfeld sind alle verständnisvoll. Ihr Chef habe stets Rücksicht genommen und ihr auch mal spontan freigegeben. Freunde und Familie stünden voll hinter ihr.

Enge Bindung zum Tier

Auf dem elterlichen Hof pflegt die Königin immer noch regelmässigen Umgang mit dem ihr anvertrauten Vieh. „Nicht weil ich muss, sondern weil ich will, stehe ich immer wieder im Stall zum Melken.“ Gerade wenn die Eltern im Urlaub sind, übernimmt Traut zusammen mit ihren Brüdern die Aufgaben auf dem Hof. „Wer Braunviehkönigin ist, muss natürlich mit den Tieren umgehen. Das brauche ich“, erklärt sie. Entsprechend gut kennt sie sich mit Zuchtlinien, Milchleistungen und Tierhaltung aus.

Das wird auch verlangt: Regelmässig wird die Amtsinhaberin zu Diskussionsrunden eingeladen, wie auch am Mittwoch beim „Milchgipfel“ in der Leutkircher Festhalle. Die Meinung der Braunviehkönigin ist gefragt. Mit der hält Traut auch nicht hinterm Berg: „Ich sage gerade heraus, was ich denke“. Das wird deutlich, wenn es um Rinderschauen geht. „Die Zurschaustellung der Tiere ist manchmal schon grenzwertig.“ Gestylt und hergerichtet präsentieren die Züchter ihre Rinder, sogar Ernährungsumstellungen werden vorgenommen, so Traut.

Gedanken zur Zukunft der Branche

Nachdenklich und trotzdem deutlich wird Traut, wenn es um die Landwirtschaft insgesamt geht. „Die Branche steckt in einer tiefen Krise. Ich habe Sorgen um die Zukunft.“ Angesichts sinkender Milch- und Fleischpreise könne sie jeden jungen Menschen verstehen, der sagt, „das tue ich mir nicht an!“ Es stelle sich die Frage, wie man jemanden für den Beruf begeistern könne, „wenn am Ende des Monats immer ein Minus steht“. Die Entwicklungen seien für jeden Familienbetrieb belastend.

Kurzfristige Hilfspakete sind keine Lösung, davon ist Traut überzeugt. „Die Leute sagen, ihr bekommt doch 350 Millionen Euro, wo ist euer Problem?“ Heruntergerechnet auf die Betriebe seien das aber vielleicht noch 300 Euro. „Davon kann man eine Rechnung begleichen, mehr nicht.“ Nachhaltige Lösungen müssten her. „Da ist die Politik in der Verantwortung, meine Aufgabe ist es, darauf aufmerksam zu machen. Es geht eben nicht nur um die braune Kuh.“ Als Betroffene stünden die Landwirte im letzten Glied, an den Entwicklungen hingen neben ihnen aber ganze Reihen an Zulieferern, Behörden und Futtermittelbetrieben. „Man gewinnt den Eindruck, dass die Landwirtschaft nicht mehr wirklich wertgeschätzt wird. Ich glaube aber, dass die Leute auch mehr bezahlen würden.“

Am 30. Oktober ist Schluss

Düstere Aussichten also für die Branche, die Bianca Traut repräsentiert. Aber auch nach ihrer Amtszeit will sie sich im Verband der Jungzüchter engagieren. „Ich bleibe dabei, das ist Herzenssache.“ Überhaupt könne sie jedem empfehlen, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Ich wurde immer positiv aufgenommen und die Aufgaben haben mich gestärkt“. Das Kapitel Braunviehkönigin endet am 30. Oktober, wenn in Bad Waldsee die Nachfolgerin gewählt wird. Trotz aller nachdenklicher Töne und der vielen Termine kann die scheidende Königin im Rückblick festhalten: „Es war voll schee!“

Quelle: www.schwaebische.de


Kandidatinnen für die Baden-Württembergischen Braunviehkönigin

Die drei Bewerberinnen zur Braunviekönig 2016 gastierten am Wochenende in Bad Waldsee. Für das Pressefoto der Rinderunion Baden-Württemberg posierten sie gemeinsam mit Braunviehkuh „Melody“ am Stadtsee. Laut Pressemeldung wurden nicht nur die Bewerberinnen Andrea Albrecht, Beate Bühler und Monika Walter frisiert und gestylt, auch das Kuhmodel musste geschoren, gewaschen und richtig in Position gebracht werden. Die Bewerberinnen stammen von Betrieben, in denen Braunvieh gezüchtet wird. Sie wollen – wie die amtierende Braunviehkönigin Bianca Traut – ab Oktober Werbung für die Rasse auf Tierschauen und Messen machen. Die Wahl zur Baden-Württembergischen Braunviehkönigin findet beim Waldseer Braunviehtag am Sonntag, 30. Oktober, in der Versteigerungshalle Bad Waldsee statt. Die feierliche Krönung wird Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vornehmen.

Quelle: schwäbische.de


Andrea steht Rede und Antwort

 

Unter dem Titel: Königin und Wetz findet am Sonntag, 5. Juni 2016

eine öffentliche Führung im KKLB - Kunst und Kultur im Landessender Beromünster statt.

 

 Infos: www.kklb.ch

 


Südtirol hat eine neue Braunviehkönigin

Südtirol hat eine neue Braunviehkönigin: Annelies Nocker (44) aus Prags wurde an der Jubiläumsschau in Lichtenberg gekrönt und tritt damit die Nachfolge von Priska Plattner an.

 

15.05.2016: Die neue Königin ist mit verheiratet, vierfache Mutter und freut sich auf ihr zweites Enkelkind. Wie auch ihre Vorgängerin ist Annelies Nocker eine begeisterte Bäuerin und Braunviehzüchterin, am Schacherhof in Prags werden 10 Kühe in einem extremen Bergbauernhof gehalten, besonders schätzt man dort die Langlebigkeit des Braunviehs.

9731_koeniginnen_-_arbeitskopie_2.jpg 
Königinnentreff: Die neue Südtiroler Braunviehkönigin Annelies Nocker (Mitte) mit ihrer Vorgängerin Priska Plattner (r.) sowie Bianca Traut, der Württembergischen Braunviehkönigin, die zu Gast auf der Vinschgauer Jubiläumsschau war.  Quelle: http://www.agrarheute.com
Herzliche Gratulation!

Andrea ist die 3. Braunviehkönigin

29.11.2015: An der SwissClassic wurde Andrea Furrer zur 3. Braunviehkönigin gewählt. Sie darf nun während drei Jahren als Botschafterin fürs Braunvieh unterwegs sein. Herzliche Gratulation!

Foto: Schweizer Bauer